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OS auf Hewlett-Packard spekulativ 18.03.2002
Der Aktionär plus
Die Analysten von "Der Aktionär plus" halten Optionsscheine auf Hewlett-Packard (WKN 851301) für ein spekulativ interessantes Investment.
In der kommenden Woche würden die Aktionäre von Hewlett Packard über die Fusion mit Compaq entscheiden. Der Ausgang dieser Wahl sei noch völlig offen. Noch vor wenigen Wochen habe es danach ausgesehen, als sei die geplante Fusion zum Scheitern verurteilt. Walter B. Hewlett, Großinvestor und Sohn des HP-Gründers William R. Hewlett, habe einige Aktionäre davon überzeugen können, dass die Akquisition von Compaq die falsche Strategie sei. Seiner Meinung nach sollte HP die Probleme allein lösen und in den Drucker- und Bildverarbeitungsbereich investieren.
Aber Carly Fiorina habe in den vergangenen Wochen intensive Überzeugungsarbeit geleistet. Hierbei sei ihr auch der letzte Quartalsabschluss von HP zur Hilfe gekommen. Dieser habe deutlich über den Erwartungen der Analysten gelegen. So habe der Konzern einen Gewinn von 564 Millionen US-Dollar oder 29 Cents pro Aktie ausweisen können. Die von First Call befragten Analysten hätten jedoch nur mit 25 Cents je Titel gerechnet.
Die bürokratischen Hürden habe die HP-Chefin schon überspringen können, denn sowohl die EU-Kommission als auch die US-Aufsichtsbehörde FTC hätten die Fusion schon ohne Einschränkung erlaubt. Auch das Urteil der einflussreichen Beratungsfirma ISS, die den HP-Aktionären empfohlen habe, für die Fusion zu stimmen, sei ein wichtiger Schritt in Richtung Zusammenschluss gewesen.
Der neue Konzern werde über ein umfangreiches Portfolio an IT-Produkten und Lösungen sowie Dienstleistungen verfügen. Gemessen an den Umsätzen würde die Gesellschaft weltweit zur Nummer 1 bei Servern, Massenspeichern und im PC-Bereich aufsteigen. Sollten die Aktionäre der Fusion zustimmen, rechne die Unternehmensspitze in diesem Jahr mit Einsparungen im Umfang von 390 Millionen US-Dollar. Die Synergieeffekte sollten schließlich in 2003 zu 2 Milliarden US-Dollar und in 2004 zu 2,4 Milliarden US-Dollar an Einsparungen führen.
Den Analysten zufolge sei die Skepsis über diese Großfusion schon im Kurs eingepreist. Bei einer Ablehnung durch die Aktionäre habe Carly Fiorina angekündigt, den Chef-Sessel zu räumen.
Für eine kurzfristige Spekulation auf den Ausgang findet man bei Uni-Credito die richtigen Warrants, so die Analysten von "Der Aktionär plus". Sowohl der Put (WKN 823345) als auch der Call (WKN 823344) hätten einen Basispreis von 20 US-Dollar und liefen im Juni dieses Jahres aus.
| WKN | 823345 | 823344 |
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| OS-Typ | Amerikan. Put | Amerikan. Call | | Emittent | Uni-Credito | Uni-Credito | | Underlying | Hewlett-Packard | Hewlett-Packard | | Basispreis | 20,00 US-Dollar | 20,00 US-Dollar | | Kurs Underlying | 19,05 US-Dollar | 19,05 US-Dollar | | Bezugsverhältnis | 10/1 | 10/1 | | Laufzeit | 21.06.02 | 21.06.02 | | Aufgeld in % | 8,13 | 13,83 | | Omega | -3,90 | 5,55 | | Preis OS | 0,29 Euro | 0,20 Euro |
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