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Hebelprodukt verhält sich merkwürdig

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1. Hebelprodukt verhält sich merkwürdig
3 Postings, 148 Tage Moint , 25.04.17 12:13
Ich brauch einmal eine Erklärung für das nachfolgende Phänomen:
Ich habe das Produkt CD8FUX gekauft, ein Long auf den EUR/USD-Kurs.
Gekauft habe ich letztes Jahr, als der Basiswert bei 1,087 lag. Mein Einstandskurs beim Hebelprodukt war 8,14. Dann ist der EUR erst einmal ordentlich gefallen und das Hebelprodukt ist entsprechend mitgefallen. Nun erholt sich der EUR allerdings gerade wieder und hat die 1,087 sogar wieder überschritten. Das Hebelprodukt ist allerdings erst wieder bei 6,7, also noch immer fast 20% unter den 8,14, obwohl der Basiswert den Kurs zum Zeitpunkt des Kaufs bereits wieder überschritten hat.
Wie kommt das?
Der Anpassungszinssatz beträgt ca. 4% p.a. und auch an in den Einstandskurs eingerechneten Tradinggebühren dürfte es an sich nicht liegen. Dafür ist der Abstand deutlich zu groß.  
2. Zeitwertverlust...
1528 Postings, 673 Tage OTF_ , 25.04.17 12:17
eine typische Eigenschaft von Hebelprodukten. Von was sollen denn sonst die armen Banken leben :)  
3. #1
3984 Postings, 672 Tage spekulator , 25.04.17 12:17
Könnten 2 Faktoren sein:

1. Volatilität

2. Der Knock-Out wird bei unlimited Produkten oft etwas angepasst. Heißt die Schwelle wird immer ein bisschen kleiner. Vergleich mal den heutigen KO mit dem von vor einem Jahr  
4. .
2190 Postings, 4327 Tage derQuerdenke. , 25.04.17 12:20
Um die Finanzierungskosten des Emittenten zu decken, werden Strike und Knock-Out bei diesem nicht laufzeitbegrenzten Wertpapier regelmäßig   erhöht, so dass der Wert des Knock-Outs bei gleichbleibenden Kursen des Basiswertes sinkt.

-----------
Wenn Sie wollen, daß Ihre Aktien steigen, brauchen Sie sie nur zu verkaufen.
5. Da muss noch was anderes für verantwortlich sein..
3 Postings, 148 Tage Moint , 25.04.17 14:03
Das Anheben der Knock-Out-Schwelle ist doch Anpassungszinssatz. Und der liegt bei ca. 4% p.a., sprich ca. 2% seit ich das gekauft hab und das ist ja auch das, wovon die Banken leben, was ja auch völlig in Ordnung ist. Aber die Abweichung sind bei mir fast 20%, das muss ja noch an was anderem liegen...  
6. #5
3984 Postings, 672 Tage spekulator , 25.04.17 14:04
Hast du schon mal die Knockout-Schwelle von heute mit dem Kaufdatum verglichen?  
7. Hab gerade für dich nachgesehen
3984 Postings, 672 Tage spekulator , 25.04.17 14:10
KO Barriere war am Ausgabetag 0,99 EUR/USD

Heute ist sie bei 1,0166 EUR/USD

Den Prozentualen Abstand zzgl. den Hebel und schon hast du die 20%  
9. Kannst du mir das nochmal im Detail vorrechnen?
3 Postings, 148 Tage Moint , 25.04.17 15:17
Wird der Anpassungszinssatz also im Endeffekt auch mit dem Hebel multipliziert?  
10. #9
3984 Postings, 672 Tage spekulator , 25.04.17 15:21
Logisch.

Beispiel:

Du hast ein Knockout-Produkt das beim Kurs bei 10€ steht mit einem Knockout bei 100, Basiswert bei 110
Hebel 10

Angenommen die Knockout-Schwelle steigt auf 105, Basiswert weiter bei 110, ist dein Schein nur noch 5€ wert. Hebel 20
Ganz vereinfacht gerechnet.

So wirkt quasi der Hebel.

Dass die Veränderung der Knockout-Schwelle den Hebel beeinflusst ist klar. Je näher am Knockout, desto höher der Hebel, desto größer die Kursveränderungen.  

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