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Bafin schaut Zertifikateanbietern länger auf die Finger - Zertifikatenews


13.07.2017
FONDS professionell

Wien (www.zertifikatecheck.de) - Die Finanzaufsicht Bafin wird weitere drei Monate bis Ende September prüfen, ob die Zertifikatebranche die selbst auferlegten Verpflichtungen beim Vertrieb von Bonitätsanleihen einhält, so die Experten von "FONDS professionell".

Bislang habe die Behörde nach eigenen Angaben aber keine Verstöße feststellen können. Damit stünden die Chancen gut, dass es nicht zu einem Vertriebsverbot kommen werde.


Zum Hintergrund: Ende Juli vergangenen Jahres habe Bafin den Entwurf einer Allgemeinverfügung veröffentlicht, mit der sie den Vertrieb von Bonitätsanleihen an Privatanleger habe untersagen wollen. Die Finanzaufsicht habe dies unter anderem mit der Komplexität, der nicht nachvollziehbaren Preisbildung sowie der irreführenden Produktbezeichnung begründet. Bei Bonitätsanleihen würden Investoren am Laufzeitende ihren Einsatz nur dann zurückerhalten, wenn bei keinem der Referenzschuldner ein Kreditereignis eintrete. Dabei müsse es sich nicht um eine Insolvenz handeln, schon eine Schuldenrestrukturierung reiche aus.

Das geplante Verbot sei in der Branche auf großen Widerstand gestoßen. Kein Wunder: Das Volumen der ausstehenden Bonitätsanleihen habe sich Ende August 2016 immerhin noch auf mehr als sechs Milliarden Euro belaufen, damals rund zehn Prozent des gesamten deutschen Retail-Zertifikatemarktes. Der jüngsten Marktstatistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) vom April zufolge würden immer noch rund 5,6 Milliarden Euro in diesen Papieren stecken.

Um ein Verkaufsverbot der Zertifikate zu verhindern, habe sich die Branche eine Selbstverpflichtung mit zehn Grundsätzen auferlegt. Diese sollten zu mehr Transparenz und Anlegerschutz führen. Unter anderem würden die strukturierten Produkte nur noch mit einer Mindeststückelung von 10.000 Euro emittiert. Damit würden sie kein typisches Kleinanlegerprodukt mehr darstellen. Zudem seien sie in "bonitätsabhängige Schuldverschreibungen" umbenannt worden, um Verwechslungen mit sicheren Anleihen vorzubeugen.

Die Bafin stimme dem Vorschlag der Branche Ende 2016 zu, habe aber zugleich angekündigt, die Einhaltung der zum 1. Januar in Kraft getretene Selbstverpflichtung für sechs Monate sehr genau beobachten zu wollen. Diesen Zeitraum habe sie nun verlängert. (News vom 12.07.2017) (13.07.2017/zc/n/a)



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