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Mini-Future Long 44,969 open end auf Brent-Öl: Bullen machen Druck, Widerstand bei 80 USD im Fokus! Zertifikateanalyse


13.09.2018
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Mini-Future Long 44,969 open end (ISIN DE000DD8L623/ WKN DD8L62) mit dem Basiswert Brent Crude Future Kontrakt vor.

Der Ölpreis habe sich in den vergangenen Wochen etwas erholt gezeigt, ein entscheidender Durchbruch auf ein neues Jahreshoch sei den Bullen jedoch versagt geblieben. Dabei habe vor allem eine unerwartet deutlich angestiegene Ölproduktion der OPEC-Staaten belastet. Laut einem kürzlich veröffentlichten Communiqué habe sich der Öl-Output der Mitglieder des Ölkartells im August um 220.000 Barrel pro Tag erhöht und damit auf einem 10-Monats-Hoch gelegen. Unter anderem sei hierfür eine deutlich höhere Ölproduktion in Libyen und im Irak verantwortlich gewesen. In den USA habe derweil ein Rückgang bei der Zahl der aktiven Ölbohrplattformen für etwas Entspannung gesorgt. Laut einer Erhebung des Ölservicedienstleisters Baker Hughes sei die Zahl der Rigs um 2 auf 860 gesunken, womit der Anstieg aus der Vorwoche egalisiert worden sei. Die US-Ölproduktion sei jedoch mit knapp 10,6 Millionen Barrel pro Tag weiter auf hohem Niveau geblieben.

Vor dem Hintergrund der Anfang November in Kraft tretenden US-Sanktionen gegen den Iran würden die Ölexporte des drittgrößten OPEC-Produzenten früher als erwartet zurückgehen. Unter anderem hätten Japan und Indien ihre Ölimporte aus dem Iran zuletzt deutlich gedrosselt und würden Marktbeobachtern zufolge ihre Importe aus dem Iran bis Anfang November ganz einstellen, um sich nicht den angedrohten US-Sanktionen aussetzen zu müssen.


Lediglich China bleibe dem Iran voraussichtlich als Großabnehmer erhalten. Da man sich ohnehin mit den USA in einem Handelskrieg befinde, seien für Peking mögliche Sanktionen der US-Regierung ohnehin keine ernstzunehmende Drohung. Der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China könnte sich jedoch negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken, so die Einschätzung einiger Marktbeobachter. Das anstehende Iran-Embargo scheine hingegen bereits mehr als eingepreist zu sein. Daneben würden sich hochrangige US-Regierungsvertreter in den kommenden Tagen mit Repräsentanten aus Saudi-Arabien und Russland treffen, um die Folgen eines Iran-Embargos abzumildern. Konkret werde über eine Erhöhung der Fördermenge verhandelt, um das Ölangebot mindestens stabil zu halten.

Support für die Bullen könnte indessen die anstehende Hurrikansaison in den USA bringen. Denn mit "Florence" nähere sich der wohl schwerste Wirbelsturm der vergangenen 30 Jahre der US-Ostküste und sorge dort bei der Bevölkerung in vielen Regionen für einen regelrechten Massenexodus und steigende Benzinpreise. Bereits zuvor habe Hurrikan "Gordon" im Golf von Mexiko für Unruhe und die zeitweilige Stilllegung einiger Ölförderplattformen gesorgt. Sollte sich die Hurrikansaison ähnlich dramatisch entwickeln wie im vergangenen Jahr, könnten teils massive Förderausfälle drohen, so die Einschätzung einiger Analysten. Dieses Szenario scheine aktuell an den Terminmärkten eingepreist zu werden, da bullische Nachrichten wie etwa die in Kraft tretenden Iran-Sanktionen oder die aufkommende Hurrikansaison aktuell übergewichtet würden.

Brent Crude Oil habe sich in den vergangenen Handelstagen deutlich fester gezeigt. Im Bereich knapp unterhalb der Marke von 80 USD kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen, wobei unser Stopp-Loss für die bestehende Short-Position nicht getriggert wurde, so das DZ BANK-Derivate-Team. Der anschließende Pullback sei jedoch bereits im Bereich der Marke von 76 USD wieder aufgefangen worden, was bullisch zu werten sei. Der anschließende Anstieg über den bei 78 USD verlaufenden kurzfristigen Abwärtstrend mache einen dynamischen Eindruck, zumal sich Brent Crude Oil im Anschluss oberhalb der Marke von 79 USD habe stabilisieren können. Vor diesem Hintergrund bietet es sich unseres Erachtens an, Short-Positionen zu beenden, so das DZ BANK-Derivate-Team. Gelinge Brent Crude Oil der Breakout auf 80 USD, biete sich der Aufbau von Long-Positionen an. Werde das Long-Szenario getriggert, empfehle sich hier ein enger Stopp-Loss im Bereich der Marke von 75 USD.

Mit einem Hebelprodukt könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stünden verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,996 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,969 USD. Werde die Knock-Out-Barriere berührt, komme es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals. (Stand vom 12.09.2018) (13.09.2018/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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