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Zertifikate-Trends: Hebelprodukte als Kassenschlager


15.02.2018
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Durch die heftigen Schwankungen an den Märkten haben Zertifikate-Händler viel zu tun, so die Deutsche Börse AG.

"Der Handel wird dominiert von Hebelprodukten", melde Markus Königer von der ICF Bank. Anlageprodukte hätten keine große Rolle gespielt. Das bestätige auch Anouch Wilhelms von der Commerzbank. "Anleger wollen sich mit Hebelprodukten entweder nach unten absichern oder von Kursrückgängen profitieren." Panik am Markt habe er übrigens nicht gesehen. "Die Anleger sind recht ruhig geblieben. Mit anderen Rücksetzern, etwa am Schwarzen Montag 1987, war das wirklich nicht zu vergleichen."

Der DAX sei von seinem neuen Allzeithoch bei 13.596,89 Punkten am 23. Januar auf nur noch knapp über 12.000 Punkte vergangene Woche gefallen, am Mittwochmorgen seien es 12.294 Zähler. Bei S&P 500 und Dow Jones sehe es ähnlich aus. Auch in anderen Basiswerten habe es viel Bewegung gegeben: So habe sich die US-Währung bis auf 1,25 US-Dollar zum Euro abgeschwächt, jetzt seien es 1,23 US-Dollar. Der Ölpreis sei Ende Januar auf über 70 US-Dollar je Barrel Brent geklettert, aktuell liege der Preis wieder bei 62,63 US-Dollar.

Beliebteste Underlyings seien bei der ICF Bank der DAX gewesen, gefolgt von Euro/US-Dollar, Dow Jones und Einzelaktien. Laut Simon Görich stehe bei der Baader Bank der DAX ebenfalls ganz weiter oben, gefolgt vom Dow Jones und S&P 500. "Die Klassiker Öl und Gold wurden nach hinten durchgereicht." Auf der Umsatzliste der Commerzbank würden sich Dow Jones, Nasdaq- und S&P 500-Zertifikate weit oben finden.

Umsatzstärkste Einzelprodukte würden bei der ICF Bank unterdessen die Bitcoin-Tracker bleiben (ISIN DE000VN5MJG9/ WKN VN5MJG, ISIN DE000VL3TBC7/ WKN VL3TBC, ISIN DE000VL6LBC7/ WKN VL6LBC). "Da gibt es viel Hin und Her", stelle Königer fest. Denn der Höhenflug der Kryptowährung scheine vorerst beendet: Nachdem im Hoch im Dezember fast 20.000 US-Dollar erreicht worden seien, seien es jetzt nur noch 8.861 US-Dollar, zwischenzeitlich seien es sogar weniger als 7.500 US-Dollar gewesen.

Auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen vier Wochen stehe in der Kategorie Anlageprodukte ein gekapptes reverses Bonuszertifikat auf den DAX (ISIN DE000PR79W44/ WKN PR79W4) ganz oben, gefolgt von einem Bitcoin-Tracker (ISIN DE000VL3TBC7/ WKN VL3TBC) und ein gekapptes Bonuszertifikat auf den EURO STOXX 50 (ISIN DE000DGD8PQ1/ WKN DGD8PQ). Bei den Hebelprodukten würden sich ein Put-Optionsschein auf den DAX (ISIN DE000HW7WL71/ WKN HW7WL7), ein bullisher Knock-out-Schein auf VW (ISIN DE000CD8JBY4/ WKN CD8JBY) und ein bearisher Knock-out-Schein auf den DAX (ISIN DE000GM0FH78/ WKN GM0FH7) auf den ersten Plätzen finden.


Was den DAX angehe, werde sowohl auf einen steigenden als auch auf einen fallenden Index gesetzt. Zu den meist gehandelten Produkten gehöre bei der Commerzbank ein Short-Faktor-Zertifikat auf den deutschen Aktienindex mit Hebel 15 (ISIN DE000CV37Q59/ WKN CV37Q5) und ein Index-Tracker (ISIN DE000CD2JKY8/ WKN CD2JKY). Die ICF Bank melde hohe Umsätze in einem Long-Faktor-Zertifikat auf den DAX mit Hebel 15 (ISIN DE000VS66JU3/ WKN VS66JU). "Übrigens wurden viele Knock-out-Scheine durch die kräftigen Kursbewegungen ausgeknockt", stelle Königer fest. Bei den Anlageprodukten hätten vor allem Bonus- und Discount-Zertifikate interessiert.

Was US-Indizes angehe, würden bei der Commerzbank bearishe Knock-out-Scheine auf den Dow Jones (ISIN DE000CV826W4/ WKN CV826W, ISIN DE000CV23357/ WKN CV2335) gut laufen. "Das sind Absicherungen nach unten", bemerke Wilhelms. Auch Faktor-Zertifikate auf den Nasdaq 100 (ISIN DE000CE8SJV3 WKN CE8SJV) und bullishe Knock-Out-Scheine auf den Technologieindex (ISIN DE000CZ9CHU6/ WKN CZ9CHU) seien gesucht.

Beliebteste Underlyings bei den Einzelwerten seien bei der ICF Bank in den vergangenen Wochen Deutsche Bank (ISIN DE000HW8YCD7/ WKN HW8YCD), VW Vorzüge (ISIN DE000HU9YN95/ WKN HU9YN9), Wirecard (ISIN DE000DD2S415/ WKN DD2S41), Deutsche Telekom, Daimler und Lufthansa gewesen. Unter den US-Werten würden Apple und Amazon herausstechen. Viel Umsatz gebe es etwa in einem Call-Optionsschein auf Apple (ISIN DE000TR0GK74/ WKN TR0GK7). Die Baader Bank nenne ebenfalls die Deutsche Bank als beliebten Basiswert. "Aber auch vergleichsweise exotische Einzelwerte sind hin und wieder auffällig", stelle Görich fest. Als Beispiel nenne er einen Call-Optionsschein auf UnionPacific (ISIN DE000DM6DH06/ WKN DM6DH0). "Der war einer der am meisten gehandelten Einzelwerte der letzten Woche."

Wilhelms zufolge würden Discount-Zertifikate in der derzeitigen Marktsituation besonders viel Sinn machen: wegen niedrigerer Kurse und hoher Volatilität bzw. Abschläge. Der Händler berichte daher auch von Interesse an Discount-Zertifikaten auf die Allianz (ISIN DE000CV6B957/ WKN CV6B95, ISIN DE000CV1VFY3/ WKN CV1VFY). Was VW angehe, seien auch Knock-out-Calls (ISIN DE000CK71TY1/ WKN CK71TY) und Faktor-Zertifikate mit Hebel 10 (ISIN DE000CD90ZV/ WKN CD90ZV) gesucht.

Kemal Bagci von BNP Paribas sehe Interesse an einem bullishen Knock-out-Warrant auf Rocket Internet (ISIN DE000PR9HKT6/ WKN PR9HKT). "Die Aussichten für die Start-up-Schmiede werden rosiger." Ebenfalls gut an komme ein bullisher Knock-out-Schein auf Puma (ISIN DE000PR3EYP5/ WKN PR3EYP). Aufgrund der Spekulationen über eine Partnerschaft des chinesischen Autobauers Geely mit Daimler würden Anleger Bagci zufolge zudem auf eine Daimler-Aktienanleihe (ISIN DE000PP1N493/ WKN PP1N49) setzen. Auch Aktienanleihen auf Infineon seien gefragt (ISIN DE000PP21900/ WKN PP2190).

Öl-Zertifikate seien derzeit kein großes Thema. "Da sehen wir vergleichsweise wenig Umsatz", meine Wilhelms. Von den Underlyings her stehe Öl nur auf Platz 19. Gekauft würden etwa bearishe Knock-out-Scheine auf Brent (ISIN DE000CV7Z590/ WKN CV7Z59, ISIN DE000CV43NM5/ CV43NM). Auch bei der ICF Bank sei in Öl-Zertifikaten wenig los gewesen.

Kunden der ICF-Bank würden außerdem mit einem bullishen Knock-out-Schein (ISIN DE000PP3J935/ WKN PP3J93) auf einen steigenden Goldpreis setzen. Beliebt sei Königer zufolge auch ein Long-Faktor-Zertifikat auf Platin mit Hebel 8 (ISIN DE000VS6NCP6/ WKN VS6NCP).

Angesichts der durchaus heftigen Bewegungen in den Währungen würden die Umsätze den Händler zufolge auch hier niedrig ausfallen. Königer sehe allenfalls noch ein reges Handelsaufkommen in Put- (ISIN DE000VL7ELZ0/ WKN VL7ELZ), aber auch Call-Optionsscheinen (ISIN DE000DGZ2L07/ WKN DGZ2L0) auf Euro/US-Dollar. (Ausgabe vom 14.02.2018) (15.02.2018/zc/a/a)




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