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Endlos Turbo Long 57,91 open end auf Brent-Öl: Spannungen in Nahost treiben Preise - Zertifikateanalyse


01.02.2018
DZ BANK

Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl einen Endlos Turbo Long 57,91 open end (ISIN DE000DD2S696/ WKN DD2S69) mit dem Basiswert Brent Crude Future-Kontrakt vor.

Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate habe Brent Crude Oil in den vergangenen Handelstagen eine Zwischenkorrektur absolviert, sich jedoch rasch wieder erholen können und seine übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder fortgesetzt. Technisch hat sich die Lage damit nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams weiter aufgehellt. Übergeordnet bleiben die positiven Katalysatoren für den Ölpreis unserer Einschätzung nach weiterhin intakt: Neben einer weiterhin anziehenden Nachfrage im Zuge deutlich gesunkener Öllagerbestände bei den Industriestaaten deuten die jüngsten Daten aus den USA auf eine weitere Stabilisierung der Marktsituation in dieser Region hin, so das DZ BANK-Derivate-Team.

Die Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung der Förderkürzungen in Verbindung mit einer weiter steigenden globalen Ölnachfrage sorge auch auf der Analystenseite für weiteren Optimismus. So hätten unter anderem Merrill Lynch und Morgan Stanley ihre Kursziele bei Brent Crude Oil nach oben revidiert, wobei Letztere von einem Zielkorridor von 70 bis 75 USD je Barrel bei Brent Crude Oil ausgehen würden. Begründet worden sei diese Prognose von Morgan Stanley mit einem weiter sinkenden Ölangebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage.

Goldman Sachs habe sich hingegen etwas skeptischer gezeigt und gehe von einer nur kurzfristigen Belebung bei den Ölpreisnotierungen aus. Entsprechend sei das Kursziel für Brent Crude Oil bis Jahresende mit 64 USD je Barrel unverändert geblieben. Die nach der Militärintervention der Türkei in Syrien erneut hochkochenden Spannungen hätten für weiteren Support bei den Ölpreisnotierungen gesorgt. Sollte die Türkei ihre Offensive gegen die kurdischen Verbündeten der USA im Kampf gegen die Terrormiliz IS fortsetzen, könnte die Lage schnell eskalieren, so die Einschätzung von Beobachtern. Rohstoffanalysten zufolge könnte dies zu ernsthaften Beeinträchtigungen der Öl-Lieferungen aus dieser Region führen.


Der Optimismus der Analystengilde sei nicht unbegründet. Denn im Vergleich zum Vormonat sei die Produktionsmenge der OPEC-Staaten um 33.000 Barrel pro Tag gesunken. Diese Daten würden belegen, dass das Ölkartell bei der Umsetzung der bis Jahresende verlängerten Produktionskürzungen weitere Fortschritte mache. Allerdings gehe die Organisation ölexportierender Staaten davon aus, dass sich das Ölangebot aus den Nicht-OPEC-Staaten im Jahresverlauf weiter erhöhen dürfte. In einem jüngst veröffentlichten Kommuniqué werde ein leichter Anstieg um 160.000 Barrel auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert. Dank der boomenden Weltwirtschaft seien auf der Nachfrageseite hingegen positive Impulse zu erwarten. Denn laut jüngster IWF-Prognose dürfte das globale BIP sowohl 2018 als auch 2019 um jeweils 3,9% anziehen. Rohstoffanalysten wie Jonathan Goldberg vom BBL Commodities, einem der führenden Hedgefonds im Commodity-Segment, sähen hier in Verbindung mit weiter sinkenden Öllagerbeständen der Industriestaaten weiteres Aufwärtspotenzial für Brent Crude Oil bis in den Bereich von 80 USD je Barrel.

Gut ins bullische Gesamtbild passe der zuletzt deutlicher als erwartet ausgefallene Rückgang bei den US-Öllagerbeständen. Hier sei erneut ein Minus von 1,1 Millionen Barrel im Vergleich zur Vorwoche ausgewiesen worden. Zwar habe der Rückgang in der Vorwoche (-6,9 Millionen Barrel) deutlich reduziert werden können, dennoch bleibe der Abwärtstrend bei der Entwicklung der Öllagerbestände intakt, zumal nun bereits der zehnte Rückgang in Folge markiert worden sei. Leicht erhöht habe sich hingegen die Ölproduktion, wobei der Anstieg von 9,75 Millionen Barrel pro Tag auf 9,89 Millionen Barrel im Rahmen der Erwartungen gelegen habe.

Insgesamt zeige sich der US-Ölmarkt in einer weiterhin robusten Verfassung, wobei der unerwartet deutliche Rückgang der Öllagerbestände auf eine anziehende Nachfrage seitens der Raffineriebetreiber hindeute. Denn mittlerweile seien fast alle der von den vergangenen Wirbelstürmen betroffenen Anlagen repariert und würden angesichts der steigenden Kraftstoff-Nachfrage auf Hochtouren arbeiten. Entsprechend dürfte sich die anziehende Ölproduktion nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams zumindest kurzfristig nicht negativ auf die Ölpreisnotierungen auswirken.

Nach Erreichen der psychologisch wichtigen 70 USD-Marke setzte Brent Crude Oil zunächst, wie vom DZ BANK-Derivate-Team erwartet, zu einer Korrekturbewegung im übergeordneten Aufwärtstrend an. Durch die Militärintervention der Türkei in Syrien wurde unsere als Triggermarke für einen Long-Einstieg anvisierte Zielmarke von 67,50 USD jedoch knapp verfehlt, so das DZ BANK-Derivate-Team. Nach dem Breakout aus der Seitwärtsrange über die Marke von 70 USD hätten sich die Ölpreisnotierungen auf diesem Niveau stabilisieren können. Übergeordnet bleibt das bullische Szenario damit nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams weiter intakt, womit der prozyklische Aufbau von Long-Positionen interessant ist. Allerdings ist es unseres Erachtens sinnvoll, hierfür zunächst eine Korrekturbewegung auf das Niveau des zuletzt markierten Zwischentiefs bei 68 USD abzuwarten, so das DZ BANK-Derivate-Team. Ausgehend von diesem Kursniveau biete sich für Long-Positionen eine Risikotoleranz im Bereich der Marke von 65 USD an.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell 57,905 USD) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Stand vom 31.01.2018) (01.02.2018/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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