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Put-Optionsschein auf Deutsche Post: Geht nicht mehr ab - Optionsscheineanalyse


08.02.2019
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Put-Optionsschein (ISIN DE000MF7JHL6/ WKN MF7JHL) von Morgan Stanley auf die Deutsche Post-Aktie (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) vor.

Pakete, Probleme, Post. Beim weltweit größten Logistikkonzern bereite die Zustellung auf der letzten Meile zum Kunden Sorgen. Von einer fallenden Post-Aktie könnte ein Put-Optionsschein mit einem Basispreis bei 28 Euro und einer Fälligkeit im Dezember überproportional profitieren.

Wenn das kein Irrtum sei. Paketzusteller werde es auch in 30 Jahren noch geben, meine Post-Chef Frank Appel. Anlass dieser Aussage sei gewesen, dass die Deutsche Post ihr Angebot von Paketkästen für Privathaushalte wegen zu geringer Nachfrage einstelle. Die eigentlich gute Idee, die beispielsweise in der Schweiz funktioniere, habe nicht gezündet: Fehlende Werbung für den Kasten, den kaum einer gekannt habe, und fehlender Zugang für andere Zustelldienste. Denn aus Sicherheitsgründen habe die Post dabei unbedingt ihren ganz eigenen Weg gehen wollen.

Dieser sei nun zu Ende. Denn der Kunde sei ihn nicht mit gegangen. Wer möchte schon zwei oder gar mehrere Brief- und Paketboxen am Haus hängen haben? Doch das zeige einmal mehr, dass der größte Logistikkonzern der Welt, der Waren aus aller Welt in alle Welt transportiere, Probleme mit seiner Dienstleistung auf der letzten Meile zum Kunden habe. Denn laut Appel komme ebenso die Zustellung per Drohne oder Roboter nicht in Frage: zu teuer. Auch das Experiment mit einer Zustellung in den Kofferraum des Pkws sei auf geringes Interesse gestoßen.

In der Zwischenzeit teste Amazon, der weltweit größte Onlinehändler, unter anderem die Zustellung der Bestellungen per Drohne. Denn Amazon möchte seine Pakete zustellen, ohne auf die etablierten Überbringer angewiesen zu sein. In den letzten drei Jahren habe Amazon in Deutschland bereits acht Verteilerzentren in Betrieb genommen und dadurch eine Grundlage gelegt, die Sendungen selbst bis zum Kunden ausliefern zu können. Geplant seien acht weitere, wodurch ein bundesweit flächendeckendes Netz entstünde.


Das dadurch entstehende Problem sei den Post-Managern bestens bekannt: Amazon-Pakete würden 17,6 Prozent der Paketmenge ausmachen, habe das Handelsblatt bereits im Juni 2018 unter Berufung auf ein eigentliches internes Vorstandspapier berichtet. Bis zum Jahr 2022 könnte Amazon 154 Millionen Sendungen selbst verteilen, wodurch der Post nur noch 360 Millionen Päckchen und Pakete verbleiben würden. Der oft als Treiber gepriesene Onlinehandel könnte die Deutsche Post ob fehlender Innovationen als Bumerang treffen.

Probleme bei der Zustellung würden sich häufen. Laut Bundesnetzagentur hätten sich die Beschwerden über Postdienstleistungen 2018 auf einem Höchststand befunden. Nicht nur auf kleiner, sondern auch auf großer Ebene spüre die Deutsche Post Gegenwind. Denn die weltweiten Handelsstreitigkeiten, die in der laufenden Quartalszahlenrunde deutliche Spuren in den Berichten der Unternehmen hinterlassen würden, könnten sich im vierten Quartal auch auf die Logistikkonzerne negativ ausgewirkt haben. Ihre Zahlen lege die Post am 7. März vor.

Wer bereits heute auf den Chart der Post-Aktie schaue, erkenne seit Mai letzten Jahres einen ausgeprägten Abwärtstrend. Dieser lasse sich aktuell zwischen 18,40 und 26,30 Euro beschreiben. Momentan befinde sich die Aktie nach einem Zwischenspurt auf das Tief von Anfang Januar mit 23,36 Euro an dessen Oberseite, verfolge sie aber nahezu widerstandslos. Erst bei einem Trendbruch mit einem Anstieg über das letzte Hoch von 26,48 Euro von Ende Januar könnte bei diesem Wert eine neue Bewertung erforderlich sein.

Solange bleibe der Blick gen Süden gerichtet. Unter dem genannten Januartief könnte sich am Tief von Anfang 2016 bei 19,55 Euro das nächste Ziel fallender Notierungen befinden, ohne den Trendkanal dadurch nach unten verlassen zu müssen. Sollte sich zudem die Stimmung nach fünf überwiegend freundlichen Wochen ändern und die Märkte wiederum von Konjunktursorgen aufgrund der zurückkehrenden Themen Handelsstreit, Shutdown und Brexit belastet werden, könnte sich diese Sorge auch hier in den Kursen niederschlagen.

Mit einem Put-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einer fallenden Deutsche-Post-Aktie ausgehen würden, profitieren. Der klassische Optionsschein mit Basispreis bei 28 Euro und Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 95 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende bis 19,50 US-Dollar falle. Sollte sie tiefer fallen oder das Ziel vorzeitig erreichen, wäre eine höhere Rendite möglich. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie mindestens bei 23,60 US-Dollar (Break-Even-Punkt) schließen.

Zu beachten sei: Falls die Aktie am Bewertungstag über 28 Euro schließe, verfalle dieser Optionsschein wertlos. Ansonsten werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 1,0 ausbezahlt. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee wäre zu erwägen, sollte die Aktie ihre aktuelle Richtung ändern und über 26,50 Euro steigen. Im Optionsschein könnte entsprechend ein risikobegrenzender Stoppkurs bei 3,70 Euro platziert werden. Das Chance/Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee betrage 6,5 zu 1. (08.02.2019/oc/a/d)




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