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Wave XXL-Optionsscheine auf Dialog Semiconductor: Wie viel Zeit bleibt noch? Optionsscheineanalyse


15.12.2017
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM9UM05/ WKN DM9UM0) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM9G9A9/ WKN DM9G9A) der Deutschen Bank auf die Dialog Semiconductor-Aktie (ISIN GB0059822006/ WKN 927200) vor.

Der schwäbisch-britische Halbleiterkonzern Dialog Semiconductor ist in den vergangenen Jahren auf einer Erfolgswelle geritten. Grund dafür sei die enge Verknüpfung des TecDAX-Unternehmens mit Apple gewesen. Bald könnte es jedoch mit der Herrlichkeit vorbei sein. Die gute Nachricht für Dialog Semiconductor sei, dass Apple noch keine Entscheidung in Bezug auf die Kundenbeziehung mit Dialog Semiconductor getroffen habe und das Unternehmen selbst im schlechtesten Fall noch etwas Zeit bleiben dürfte, um zu reagieren.

Die im TecDAX gelistete Dialog-Semiconductor-Aktie sei Anfang Dezember regelrecht abgestürzt, nachdem die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am 30. November berichtet habe, Apple könnte einige der bisher von Dialog Semiconductor bezogenen Chips selbst herstellen. Der Wegfall von Apple als Großkunden würde Dialog Semiconductor hart treffen. In diesem Fall gehe es vor allem um Komponenten im Bereich Strommanagement (PMICs, power management integrated circuits). Letztlich sei es Dialog Semiconductor selbst gewesen, das bei dem Versuch, Marktteilnehmer zu beruhigen, die Situation zeitweise verschlimmert habe.


Am 4. Dezember habe das Dialog-Semiconductor-Management bestätigt, dass Apple tatsächlich in der Lage sei, die entsprechenden Chips selbst zu entwickeln. Daraufhin sei die Aktie weiter abgestürzt. Angesichts der schlechten Nachrichten hätten Anleger die Beschwichtigungsversuche von Unternehmensseite ignoriert. Demnach sehe man bei Dialog Semiconductor keinen Anlass dafür, etwas an den Aussichten für das Jahr 2018 zu ändern. Dies sei ein Indiz dafür, dass eine Trennung vonseiten von Apple, wenn sie denn überhaupt kommen sollte, zumindest nicht so schnell geschehen werde, wie von einigen Marktteilnehmern befürchtet.

Damit sollte Dialog Semiconductor noch etwas Zeit bleiben, um sich auf eine mögliche neue Situation einzustellen und sich nach Alternativen zum Konzern mit dem Apfel im Logo sowie seinen iPhones oder iPads umzusehen. Der Idealfall wäre natürlich, wenn sich Apple letztlich entschließen sollte, weiterhin Chips von Dialog Semiconductor zu beziehen. Dies wäre gar nicht so ungewöhnlich. Schließlich habe Dialog Semiconductor seinen Teil zum Aufstieg Apples und zur Beliebtheit seiner Produkte beigetragen. Selbst wenn Apple die Kundenbeziehung langsam abkühlen lassen und in einigen Jahren ganz beenden sollte, könnten die Marktreaktionen übertrieben ausgefallen sein. Schon jetzt versuche sich Dialog Semiconductor mithilfe einiger kleinerer Übernahmen unabhängiger von Apple als Großkunden zu machen.

Darüber hinaus könnte der jüngste Kurssturz Investoren anlocken, die schon lange Zeit auf eine günstige Einstiegsgelegenheit gewartet hätten. Zumal ein wichtiger Anteilseigner seine Beteiligung an Dialog Semiconductor bereits aufgestockt habe und damit gewissermaßen für einen Vertrauensbeweis gesorgt habe. Am 7. Dezember habe Dialog Semiconductor gemeldet, dass der chinesische Großaktionär Tsinghua University seinen Anteil auf 8,1 Prozent aufgestockt habe. Es bleibe abzuwarten, ob dies auch andere Investoren überzeugen werde.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DM9UM0) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,92, die Knock-Out-Schwelle bei 15,50 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DM9G9A) (aktueller Hebel 2,29; Knock-Out-Schwelle bei 29,70 Euro) auf fallende Kurse der Dialog-Semiconductor-Aktie setzen. (Stand vom 14.12.2017) (15.12.2017/oc/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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