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Türkische Lira: Zinsanhebung soll Abwärtsspirale der Währung stoppen


19.09.2018
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Seit unserer letzten Veröffentlichung verzeichnete die türkische Lira (TRY) gegenüber dem USD eine Aufwertung, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Der Grund hierfür sei gewesen, dass die türkische Zentralbank den Zinssatz deutlich von 17,75% auf 24% angehoben habe, um die Währungskrise einzudämmen und die Inflation somit in Grenzen zu halten. Der Schritt der Zentralbank sei längst überfällig gewesen, da er als Signal der Unabhängigkeit von der Herrschaft des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan interpretiert worden sei, der eher niedrigere als höhere Zinssätze öffentlich unterstütze. Unmittelbar nach der Zinsanhebung habe sich die türkische Lira zu erholen begonnen. In den vergangenen Monaten sei die Währung abgestürzt und verzeichne nach wie vor einen Verlust von 38% gegenüber dem USD. Der Hauptgrund hierfür liege in Erdogans Wirtschaftspolitik und in der laufenden diplomatischen Auseinandersetzung zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus seien die Probleme des Landes auch Teil einer allgemeinen Schwäche der Schwellenländerwährungen. Die Zinsanhebung in der Türkei werde das Land zwar in eine Rezession treiben, sei jedoch erforderlich, um die Abwärtsspirale der Währung zu stoppen und die Inflation in Grenzen zu halten. (19.09.2018/ac/a/m)


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