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Endlos Turbo Short 71,72 Open End auf Fielmann: "Innere" Stärke messen mit dem RSI - Optionsscheineanalyse


26.01.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Fielmann-Aktie (ISIN DE0005772206/ WKN 577220) einen Endlos Turbo Short 71,72 Open End (ISIN DE000DGN4M18/ WKN DGN4M1) mit dem Basiswert Fielmann vor.

In nahezu jedem Tool zur technischen Analyse sei der Relative Strength Index (RSI) enthalten. So populär der Indikator, so umfangreich seien seine Anwendungsmöglichkeiten. Einen kleinen Überblick möchten die Analysten hier vorstellen.

Vorab sei festzuhalten, dass der RSI nichts mit dem Konzept der "Relativen Stärke" zu tun habe, sodass der Name etwas irreführend sei. Beim RSI messe und vergleiche man demnach nicht die Kursentwicklung eines Basiswertes mit der von anderen. Stattdessen könne der von J. Welles Wilder, Jr. entwickelte technische Indikator dazu eingesetzt werden, die "innere" Stärke der Kursbewegung eines Basiswertes zu ermitteln und sichtbar zu machen, um daraus Rückschlüsse zu ziehen, ob der vorherrschende Trend intakt sei oder ob es Hinweise einer Überdehnung bzw. Schwäche gebe. Die Standardeinstellung für den RSI seien 14 Zeiteinheiten. Die Periode könne variiert werden. Je kürzer sie sei, umso empfindlicher reagiere der Indikator. Eine längere Einstellung habe wiederum einen ruhigeren Verlauf des RSI zur Folge.

Dargestellt werde der RSI auf einer Skala von 0 bis 100. Zudem gebe es zwei Extremzonen. Die obere beginne in der Regel bei 70, die untere bei 30. Steige der RSI über 70, werde davon ausgegangen, dass der Basiswert überkauft sei. Unter 30 spreche man von einer überverkauften Situation. Allerdings könnten starke Trends, egal ob aufwärts- oder abwärtsgerichtet, für längere Zeit RSI-Werte in den Extremzonen verursachen, was zu einer verfrühten Klassifizierung eines Basiswertes als überkauft oder überverkauft führen könne.

Für ein Handelssignal reiche es daher nicht aus, wenn der RSI in eine der Extremzonen eindringe. Ein Vorstoß könne jedoch eine erste Warnung sein. Die Extremzonen könnten neben der Standardeinstellung zudem anders definiert werden. Solle der RSI beispielsweise für kürzere Zeiträume berechnet werden, könnten die Extremzonen bei über 80 und unter 20 liegen. Auch eine einseitige Verschiebung der Extremzonen sei denkbar, vor allem in starken Trendphasen.

Die Einsatzmöglichkeiten des RSI seien äußerst vielfältig. Zu den gängigsten gehöre die Divergenzanalyse. RSI-Erfinder Wilder und auch der bekannte Finanzmarktanalyst John J. Murphy, der den RSI in einem seiner Bücher ausführlich erkläre, würden bullische und bearische Divergenzen zwischen dem RSI und dem Kurs des Basiswertes als wichtigste und sicherste Signalquellen bezeichnen. Solche Divergenzen, die von Wilder als "Failure Swings" bezeichnet würden, entstünden, wenn der RSI über 70 oder unter 30 notiere. Unterschieden würden "Top Failure Swings" (bearische Divergenzen) und "Bottom Failure Swings" (bullische Divergenzen).


Ein "Top Failure Swing" entstehe, wenn der Basiswert innerhalb eines Aufwärtstrends immer neue Hochpunkte bilde, während beim RSI auf ein neues Hoch über der Marke von 70 ein tieferes Hoch folge. Eine solche Konstellation könne als Schwäche im Aufwärtstrend des Basistitels interpretiert werden.

Umgekehrt komme es zu einem "Bottom Failure Swing", wenn der Basiswert innerhalb eines Abwärtstrends neue Tiefs bilde, die vom RSI jedoch nicht bestätigt würden, in dem der Indikator nach einem neuen Tief unter der Marke von 30 ein höheres Tief bilde, was wiederum ein Signal dafür sein könnte, dass der Abwärtstrend an Kraft verliere. Beachten sollten Anleger, dass sich eine Divergenzanalyse vor allem auf Phasen beschränke, in denen sich die Basiswerte in stark ausgeprägten Trends bewegen würden. In Seitwärtsmärkten habe die Nutzung von Divergenzen indes keine Aussagekraft.

Konkrete Handelssignale würden sich vom RSI ableiten lassen, wenn er seine Extremzonen verlasse. Sollte der Indikator, nachdem er in die obere Extremzone gestiegen sei, aus dieser wieder herausfallen, sei dieses Unterschreiten der 70er-Marke als Verkaufssignal zu interpretieren. Analog sei ein Kaufsignal gegeben, wenn der Indikator nach einem Rutsch unter die Marke von 30 wieder über diese Marke steige. Außerdem könne die 50er-Linie zur Signalgenerierung genutzt werden. Ein Durchkreuzen der 50er-Linie nach oben stelle somit ein Kaufsignal dar. Ein Durchkreuzen nach unten bilde ein Verkaufssignal.

Die dritte Möglichkeit, den RSI zu nutzen, würden klassische charttechnische Mittel bilden, wie Trendlinien sowie Widerstände und Unterstützungen. Diese würden hierbei ebenso interpretiert wie entsprechende Linien im Chart des Basiswertes. Der Bruch von Widerständen, Unterstützungen und Trendlinien könne also ebenfalls Handelssignale liefern.

Gleich zwei Verkaufssignale im RSI würden die Analysten aktuell bei der Aktie der Optikerkette Fielmann sehen. Das Papier des MDAX-Wertes habe im Oktober vergangenen Jahres mit 74,90 Euro seinen bisherigen Höchstwert markiert. Es sei eine sehr dynamische Korrektur gefolgt. Binnen eines Monats sei der Kurs auf 57,70 Euro abgerutscht, bevor er sich im Bereich von etwa 59,00 Euro stabilisiert habe. Anfang Dezember sei dann ein Aufwärtsimpuls gestartet, bei dem sich das Papier kontinuierlich am oberen Bollinger-Band nach oben gearbeitet habe. Dieser Anstieg könnte sich Ansicht der Analysten als technische Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend erweisen und sie sähen einige Ansatzpunkte für ein mögliches Short-Setup. Zum einen habe der Kurs nicht nachhaltig über sein oberes Bollinger-Band ausbrechen können. Gleichzeitig sei der RSI in seine obere Extremzone vorgestoßen, habe diese zuletzt jedoch wieder verlassen, wodurch ein konkretes Verkaufssignal generiert worden sei.

Bereits zuvor sei die Aufwärtstrendlinie im RSI verletzt worden, die sich seit Anfang Dezember gebildet habe. Die Aufwärtstrendlinie im Basiswert sei allerdings noch intakt. Sie sei bislang lediglich getestet worden. Ein nachhaltiger Bruch, der mit einem Unterschreiten des 20-Tage-EMAs einhergehen würde, würde das Short-Setup bestätigen. Negiert würde die bearische Erwartungshaltung der Analysten, wenn der Aktienkurs über das Zwischenhoch vom 18. Januar dieses Jahres bei 64,96 Euro steigt. Die Analysten der DZ BANK präferieren daher ein Stop-Loss knapp über dieser Marke.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Short auf Fielmann die negative, aber auch die positive Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 71,726 EUR) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 25.01.2017) (26.01.2017/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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