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Inline-Optionsschein auf Amazon.com: Chance von 81 Prozent - Optionsscheineanalyse


21.04.2020
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Ronald Gehrt von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000SR7KNJ6/ WKN SR7KNJ) der Société Générale auf die Aktie von Amazon.com (ISIN US0231351067/ WKN 906866) vor.

Die Investoren würden mit großer Spannung auf die Ende des Monats anstehende Quartalsbilanz des Online-Handelsriesen Amazon.com warten. Dass das Unternehmen durch die weltweiten, von der Pandemie ausgelösten Einschränkungen eine deutliche Umsatzsteigerung erfahren habe, wisse man. Aber wie sehr schlage sich das im Gewinn nieder? Und werde dieser Effekt nur vorübergehend sein oder anhalten? Die Käufer hätten dem "best case"-Szenario schon einmal vorgegriffen. In dieser Konstellation biete die Aktie eine interessante Basis für einen Inline-Optionsschein.

Zunächst sei die Aktie des Online-Riesen Amazon.com verkauft worden wie alles andere auch. Die Pandemie würde alles zum Stillstand bringen, hätten viele gedacht. Aber dann sei Mitte März die Meldung gekommen, Amazon.com wolle 100.000 neue Mitarbeiter einstellen, um dem steigenden Ordervolumen Herr zu werden. Und mit einem Mal sei der Knoten geplatzt. Man habe erkannt, dass der Online-Händler die logische Ausweichlösung für viele Konsumenten rund um den Globus sei. Und dementsprechend zu den wenigen Unternehmen gehören dürfte, die von dieser Situation profitieren könnten.

Aber ein steigendes Umsatzvolumen müsse nicht zwingend eine höhere Rendite und somit überproportional steigende Gewinne bedeuten. Und es stelle sich zudem die Frage, ob dieses Orderwachstum nicht nur vorübergehend sei, weil die Konsumenten zu ihren gewohnten Einzelhändlern zurückkehren würden, sobald diese Möglichkeit wieder gegeben sei. In beiden Fällen hieße das, dass der Kurs, der in der Spitze bereits über zwölf Prozent über das vorherige, im Februar markierte Rekordhoch hinaus gelaufen sei, nicht mehr allzu viel Spielraum nach oben hätte, diesen höheren Level nicht einmal halten müsse.


In dieser Hinsicht dürfte die am 30. April nach US-Handelsende erwartete Bilanz des ersten Quartals wichtige Hinweise liefern, zumal Amazon.com grundsätzlich auch einen Ausblick auf das laufende Quartal mitliefere. Auffällig sei, dass die Marktteilnehmer starken Zahlen und einem positiven Ausblick bereits vorgegriffen hätten. Denn auch, wenn diese derzeitige, vorteilhafte Marktstellung unübersehbar sei, dürfe man einen solchen Run auf neue Rekorde in einer derart unübersichtlichen Gemengelage als ambitioniert ansehen. Zumal momentan der Gedanke, dass eine weltweite Rezession letztlich auch bei einer Lockerung der Einschränkungen zu massivem Druck auf den Konsum und damit auch auf Amazon.coms Umsätze führen würde, offenbar ausgeblendet werde.

Rein charttechnisch sei diese Rally der Aktie bislang makellos, fundamental betrachtet aber zumindest als "ambitioniert" anzusehen. Aus der anderen Seite dürfte diese derzeitige Sonderstellung des Online-Händlers dazu beitragen, dass das Abwärtspotenzial nicht so groß wäre wie für den Gesamtmarkt in den USA, wenn es zu einem zweiten, größeren Baisse-Impuls kommen sollte. Diese Gemengelage stelle eine lukrative Basis für einen Inline-Optionsschein dar:

Mit dem Inline-Optionsschein auf die Amazon.com-Aktie würden risikofreudige Anleger den maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen, wenn sich die Aktie bis einschließlich 16.09.2020 durchgehend über der unteren Knockout-Schwelle von 1.800 US-Dollar und unterhalb der oberen Knockout-Schwelle von 3.000 US-Dollar bewege. Gerechnet vom Stand des Scheins am 20. April 2020 um 17:00 Uhr (Briefkurs 5,52 Euro) würde dies einem Kursgewinn von 81 Prozent entsprechen.

Sollte eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht werden, würde ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals eintreten. Zur Vermeidung eines solchen Knockouts sollte deshalb der vorzeitige Ausstieg aus dieser spekulativen Position erwogen werden, falls sich die Aktie mit Schlusskursen unter 2.030 US-Dollar oder aber mit Schlusskursen über 2.800 US-Dollar den Knockout-Levels des Inline-Optionsscheins annähern würde. (21.04.2020/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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