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Endlos Turbo Long 22,318 Open End auf Royal Dutch Shell: Schwergewicht im AEX - Optionsscheineanalyse


06.04.2017
DZ BANK

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M) einen Endlos Turbo Long 22,318 Open End (ISIN DE000DGJ8K97/ WKN DGJ8K9) mit dem Basiswert Royal Dutch Shell vor.

Die Niederlande hätten im März aufgrund der Streitigkeiten mit der türkischen Regierung sowie der eigenen Parlamentswahlen besonders aus politischer Sicht im Fokus gestanden. Negative Auswirkungen auf das Geschehen am dortigen Aktienmarkt seien jedoch ausgeblieben. Im Gegenteil: Der Leitindex AEX habe seinen dynamischen Aufwärtsimpuls fortgesetzt, den die Analysten seit Anfang Dezember vergangenen Jahres ausmachen würden. In der Spitze habe er dabei mit 519 Punkten ein so hohes Niveau wie seit Dezember 2007 nicht mehr erreicht. Schwergewicht im Index sei die Aktie des Ölmultis Royal Dutch Shell. Hier könnte sich nach Einschätzung der Analysten derzeit eine Long-Chance bieten.

Im März habe Europa gespannt auf die Niederlande geblickt. Die Bevölkerung des Königreichs sei dazu aufgerufen gewesen, ein neues Parlament zu wählen. Trotz deutlicher Verluste habe die konservativ-liberale Partei (VVD) von Ministerpräsident Mark Rutte die meisten Stimmen erhalten und stehe damit nun in der Verantwortung, eine neue Regierung zu bilden. Ein schwieriges Unterfangen, denn auf Ruttes Partei würden im Parlament nur 33 von 150 Sitzen entfallen. Um eine Regierungskoalition zu bilden, die mit einer absoluten Mehrheit von 76 Sitzen ausgestattet sei, müsse sich die VVD somit mindestens drei von den zwölf weiteren im Parlament vertretenen Parteien als Partner ins Boot holen.

Am niederländischen Aktienmarkt scheine die nicht ganz einfache Regierungsbildung jedoch keine große Rolle zu spielen. Stattdessen hebe das seit geraumer Zeit positive Umfeld an den europäischen Aktienmärkten auch die Kurse der niederländischen Firmenpapiere. Ein weiterer stützender Faktor könnte nach Erachten der Analysten die solide wirtschaftliche Entwicklung des flächenmäßig kleinen Landes sein, das im weltweiten Größenranking den 135. Platz belege.

Gemessen an der Wirtschaftsleistung seien die Niederlande dagegen eine weitaus größere Nummer. Nehme man das absolute Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab, belege das Königreich den 17. Platz. In Europa (inklusive Russland) seien die Niederlande die siebtgrößte Wirtschaftsmacht. Im vergangenen Jahr hätten sie dabei abermals eine zunehmende Wachstumsdynamik gezeigt. Nach 1,4% (2014) und 2% (2015) habe das BIP auf Basis der bisherigen Berechnungen um 2,2% zugelegt. Für das laufende Jahr rechne die niederländische Notenbank mit einem Wachstum von 2,3%. Treibende Kraft solle weiterhin der private Konsum sein.

Der Leitindex für den niederländischen Aktienmarkt sei der AEX. Er bilde die 25 nach Marktkapitalisierung größten und nach Handelsumsatz liquidesten Papiere ab, die an der Börse Euronext Amsterdam gelistet seien. Die Gewichtung im Index erfolge anhand der Marktkapitalisierung (Streubesitz). Dabei gebe es eine Kappungsgrenze von 15%. Die drei Schwergewichte seien Unilever, Royal Dutch Shell und die ING Groep. Eingeführt worden sei dieser Index im Januar 1983 mit einem Basiswert von 100 Niederländischen Gulden, was in Euro umgerechnet 45,38 Punkten entspreche. Sein bisheriges Allzeithoch habe er im September 2000 mit 703,18 Punkten markiert.


Aktuell notiere der AEX bei etwa 517 Zählern, habe zuletzt aber immerhin das höchste Niveau seit Dezember 2007 erreicht. Zuvor hätten die Analysten einen relativ dynamischen Aufwärtsimpuls gesehen, der im Dezember vergangenen Jahres gestartet sei und sich im bisherigen Jahresverlauf fortgesetzt habe, wodurch Anfang März das im April 2015 gebildete Mehrjahreshoch von 511 Punkten habe überwunden werden können. Die positive Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf sei jedoch nicht von sämtlichen Indexmitgliedern getragen worden. Bis dato stünden 17 Werten mit einem Plus acht Aktien mit einem Verlust gegenüber. Unter den Werten mit roten Vorzeichen würden sich bislang auch die Papiere des Ölmultis Royal Dutch Shell finden.

Der in Großbritannien eingetragene Konzern Royal Dutch Shell plc fördere Erdöl und Erdgas und handele mit diesen Rohstoffen. Daraus stelle er außerdem Kraftstoffe, Heizöl, Schmierstoffe, Bitumen und Petrochemikalien her und vermarkte diese. Im vergangenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen mit seinen Erzeugnissen und Dienstleistungen insgesamt 233,59 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 264,96 Mrd. US-Dollar) umgesetzt und damit einen Nachsteuergewinn von 4,78 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet (Vorjahr: 2,2 Mrd. US-Dollar). Der geschäftliche Erfolg von Royal Dutch Shell sei stark abhängig von der Entwicklung der Erdöl- und Erdgaspreise. Und diese würden heute auf deutlich niedrigeren Niveaus als noch 2014 notieren.

Wie die Konkurrenz versuche der Konzern daher seit einiger Zeit, mit Kostensenkungen, Investitionszurückhaltung und dem Verkauf von Firmenteilen gegenzusteuern, um damit die Einbußen auf der Einnahmenseite zu kompensieren. Gleichzeitig habe sich der Konzern durch den Kauf der britischen BG Group verstärkt, der Anfang dieses Jahres abgeschlossen worden sei. Mit der Übernahme habe Royal Dutch Shell insbesondere die Erdgasaktivitäten ausgebaut.

Die strategischen Maßnahmen sowie die seit den Tiefs Anfang 2016 erholten Ölpreise dürften nach Ansicht der Analysten mit dazu beigetragen haben, dass die Aktie auch bei den Anlegern wieder etwas höher im Kurs stehe. Seit dem Mehrjahrestief im Januar 2016 bei 16,53 Euro sehe man bei Royal Dutch Shell einen Aufwärtstrend, der im Januar dieses Jahres bei 26,84 Euro seinen bisherigen Höhepunkt markiert habe. Davon ausgehend habe dann eine Korrektur gestartet. Innerhalb dieser Bewegung sei der Kurs zuletzt an der Aufwärtstrendlinie angekommen, die sich aus der Verbindung der Zwischentiefs von Januar und September 2016 ableiten lasse. Knapp darüber verlaufe zudem der 200-Tage-EMA. Der sich aus den beiden Linien ergebende Unterstützungsbereich habe sich bewährt und der Aktie zu leicht steigenden Notierungen verholfen. Diese Entwicklung würden die Analysten als Indiz für eine Fortsetzung der seit Anfang 2016 gebildeten Aufwärtsbewegung werten.

Dementsprechend sehen die Analysten der DZ BANK derzeit eine mögliche Long-Chance mit einem ersten Kursziel beim Zwischenhoch von 26,84 Euro. Sollte die erwähnte Aufwärtstrendlinie indes doch noch preisgegeben werden, wäre die bullische Einschätzung der Analysten obsolet. Ein Stop-Loss biete sich bei 23,50 Euro an, knapp unter dem bisherigen 2017er-Tief von 23,54 Euro.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. der Endlos Turbo Long auf Royal Dutch Shell die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 22,317 Euro) berührt, verfalle das Zertifikat wertlos. (Ausgabe vom 05.04.2017) (06.04.2017/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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