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Inline-Optionsschein auf EUR/GBP: Endlich Gewissheit in Sachen Brexit? Optionsscheineanalyse


20.12.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten von X-markets by Deutsche Bank stellen einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000DC72E02/ WKN DC72E0) der Deutschen Bank auf das Währungspaar EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308) vor.

Das Britische Pfund habe gegenüber dem Euro in den zurückliegenden Monaten weiter aufwerten können und zwischenzeitlich den höchsten Kursstand seit mehr als drei Jahren erreicht. Grund für die neuen Tops beim Pfund dürfte der Ausgang der vorgezogenen Parlamentswahl in Großbritannien gewesen sein.

Premierminister Boris Johnson verfüge nach der Wahl in Großbritannien im Parlament über die notwendige Mehrheit, um den Brexit umzusetzen. Nun wolle er den Gesetzgebungsprozess für den EU-Austritt Großbritanniens vorantreiben. Das britische Parlament habe im Oktober zum ersten Mal dem von Johnson verhandelten Austrittsabkommen grundsätzlich zugestimmt. Die Abgeordneten hätten den Zeitplan für die notwendige Gesetzgebung allerdings abgelehnt. Dies habe den Premierminister dazu gezwungen, bei der Europäischen Union eine erneute Fristverlängerung für den Brexit zu beantragen.

Im Zuge der vorgezogenen Parlamentswahl hätten die Konservativen Tories jetzt die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus. Sie würden nun 365 der 650 Sitze besetzen. Johnson habe im Wahlkampf versprochen, den Brexit bis zum 31. Januar kommenden Jahres durchzuführen, also bis zu dem Tag, an dem die aktuelle Frist ende. Deutlich verloren habe die oppositionelle Labourpartei, die ein neues Brexit-Abkommen mit einer engeren Anbindung an die EU habe verhandeln wollen.


Nach seinem Wahlsieg wolle Boris Johnson aufs Tempo drücken. Nach dem Austritt stünden die offiziellen Verhandlungen über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU an. Für die Zeit nach dem Brexit plane Johnson einen massiven Umbau der Regierung. Der "Sunday Times" zufolge könnte bis zu einem Drittel der Minister ausgetauscht werden. Außerdem wolle Johnson weitere Reformvorhaben vorantreiben. Dazu würden eine schlankere Bürokratie, die Zusammenlegung von Ministerien und milliardenschwere Investitionen in die Gesundheitsversorgung gehören.

Der ungewisse Ausgang in Sachen Brexit sei im laufenden Jahr neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China einer der wichtigsten Gründe für die wirtschaftliche Schwäche in der EU und Großbritannien gewesen. Die Entwicklung des Britischen Pfund hänge ebenfalls stark von der Nachrichtenlage rund um den Brexit ab, was sich in der Abwertung des Pfund gegenüber dem Euro zwischen Anfang Mai und Anfang August sowie der anschließenden Kletterpartie des Pfund widergespiegelt habe. Die Stärke des Pfund in den vergangenen Monaten hänge aber auch mit der Schwäche des Euro zusammen, der sich im Vergleich zum US-Dollar bereits seit Anfang 2018 im Abwärtstrend befinde.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebe auch unter der neuen Präsidentin Christine Lagarde mittelfristig eine Inflation knapp unter 2 Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an. Dieser Richtwert werde aber bereits seit 2013 verfehlt. Im November habe die Teuerung bei nur 1,0 Prozent gelegen. Dementsprechend sei eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Auch deshalb, weil die EU-Kommission die Wachstumsziele des Bruttoninlandsprodukts für die Eurozone und die gesamte EU für 2019 und die beiden kommenden Jahre zuletzt gesenkt habe.

Auf der anderen Seite könnte sich der Euro gegenüber dem Pfund jedoch in dem Fall wieder erholen, wenn sich die britische Wirtschaft im Vergleich zum europäischen Festland noch deutlich schwächer entwickeln sollte. Für dieses Szenario spreche die aktuell schlechte Unternehmensstimmung. Diese habe sich in Großbritannien im Dezember von einem niedrigen Niveau aus weiter eingetrübt. Wie das Institut Markit am 16. Dezember mitgeteilt habe, sei der entsprechende Einkaufsmanagerindex auf den tiefsten Stand seit Juli 2016 gefallen.

Spekulative Anleger, die davon ausgehen würden, dass sich der Eurokurs im Vergleich zum Britischen Pfund nicht besonders stark nach oben oder unten bewegen werde, könnten mit einem Inline Optionsschein (Double No Touch) der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Das Papier habe eine Laufzeit bis zum 3. April 2020. Die obere Barriere für den EUR/GBP-Kurs liege bei 0,890 GBP, während das Produkt mit einer unteren Barriere bei 0,790 GBP ausgestattet sei. Liege der EUR/GBP-Kurs während der Laufzeit immer zwischen den beiden Barrieren, werde der Höchstbetrag von 10,00 Euro zurückbezahlt. Andernfalls verfalle das Produkt wertlos. (Stand vom 17.12.2019) (20.12.2019/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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