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Wave XXL-Optionsscheine auf Silber: Ist die Luft endgültig raus? Optionsscheineanalyse


22.11.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten von X-markets by Deutsche Bank stellen einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC65F59/ WKN DC65F5) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC0X931/ WKN DC0X93) der Deutschen Bank auf Silber (ISIN XC0009653103/ WKN nicht bekönnet) vor.

Sowohl der Goldpreis als auch der des kleinen "Bruders" Silber hätten einen starken Sommer 2019 erlebt. Nachdem die Silbernotierungen Anfang September jedoch knapp an der Marke von 20 US-Dollar je Feinunze gescheitert seien, habe der Silberpreis deutlich korrigiert. Könne das Edelmetall zu einer erneuten Rally ansetzen?

In den vergangenen Tagen habe so etwas wie eine Kursstabilisierung bei Silber eingesetzt. Allerdings könnten die Silberpreis-Bullen möglicherweise nicht darauf hoffen, dass sich die Preistreiber ähnlich wie zur Jahresmitte 2019 entfalten würden. Für die zwischenzeitliche Silberpreisrally seien verschiedene Faktoren verantwortlich gewesen.

Wenn es an den Finanzmärkten turbulent zugehe, würden sich Anleger nach mutmaßlich weniger riskanten Alternativen umschauen. Dazu gehöre vor allem Gold. Allerdings würden auch andere Edelmetalle wie Silber als so genannte Sichere Häfen gelten. Der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie der Brexit und andere Marktunsicherheiten hätten dafür gesorgt, dass sich Investoren verstärkt diesen Sicheren Häfen zugewendet hätten. Darüber hinaus sei die Geldpolitik vorteilhaft für die Silberpreisentwicklung gewesen.


Ende Juli habe die US-Notenbank FED erstmals seit der Finanzkrise die Leitzinsen gesenkt. Es seien zwei weitere Zinsschritte gefolgt. Eine lockere Geldpolitik drücke in der Regel den Dollarkurs nach unten. Da Silber wie viele andere Edelmetalle und Rohstoffe in der US-Währung gehandelt werde, steige auf diese Weise die Nachfrage. Gleichzeitig bedeute eine lockere Geldpolitik, dass die Rendite von Gold- und Silberalternativen wie Anleihen sinke. Auf diese Weise mache sich der Umstand nicht mehr so stark bemerkbar, dass Gold- und Silberinvestments keine laufende Verzinsung bieten würden. Zuletzt hätten sich viele dieser Entwicklungen jedoch umgekehrt.

Nach der dritten Leitzinssenkung in diesem Jahr habe die FED signalisiert, vorerst auf weitere Zinsschritte zu verzichten. Außerdem habe die Brexit-Pause für etwas Entspannung an den Märkten gesorgt. Genauso wie die Aussicht auf eine Teileinigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit. Die starke Kursentwicklung an den Börsen habe gezeigt, dass Anleger offenbar bereit seien, stärker ins Risiko zu gehen und auf so genannte Sicherheitsinvestments wie Edelmetalle vorerst verzichten könnten.

Außerdem könnten einige weitere Marktaspekte dafür sorgen, dass das Kurspotenzial für Silber begrenzt bleibe. Silber werde noch stärker als Gold in der Industrie verwendet. Die Konjunkturabkühlung in vielen Teilen der Welt spreche jedoch nicht gerade dafür, dass die Industrienachfrage besonders hoch ausfallen sollte.

Dagegen bleibe ein Deal im Handelsstreit zwischen China und den USA alles andere als sicher. Eine Eskalation könnte die Märkte erneut durcheinanderbringen und die Nachfrage nach Sicherheitsinvestments stärken. In diesem Fall könnte auch die Fed zur Freude der Silberpreis-Bullen schnell mit weiteren Leitzinssenkungen bereitstehen.

Spekulative Anleger, die steigende Silberpreise erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,04, die Barriere bei 13,60 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,98, Barriere bei 20,30 US-Dollar) auf fallende Silbernotierungen setzen. (Stand vom 21.11.2019) (22.11.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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