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Wave XXL-Optionsscheine auf EUR/GBP: Trügerische Ruhe - Optionsscheineanalyse


21.11.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS7UWJ2/ WKN DS7UWJ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DM6RHF5/ WKN DM6RHF) der Deutschen Bank auf das Währungspaar EUR/GBP (ISIN EU0009653088/ WKN 965308) vor.

Das Britische Pfund habe sich zuletzt im Vergleich zum Euro deutlich erholt gezeigt. Dies habe jedoch nicht nur etwas mit der Aussicht auf das Verhindern eines No-Deal-Brexits zu tun.

Ursprünglich sollte Großbritannien die EU Ende März 2019 verlassen. Daraus sei nichts geworden. Theresa May habe ihren mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag nicht durch das britische Parlament bekommen können, was sie am Ende auch ihren Posten als Premierministerin gekostet habe. Inzwischen halte Boris Johnson die Zügel in der Hand. Doch auch der von ihm ausgehandelte Vertrag habe nicht die erforderliche Mehrheit im Parlament bekommen. Stattdessen sei der Austrittstermin auf den 31. Januar 2020 verschoben worden. Zuvor würden die Briten ein neues Parlament wählen. Am 12. Dezember sei es soweit.

Die anhaltenden Unsicherheiten würden sich an den Aktienmärkten und in der Wirtschaft bemerkbar machen. Neben dem Handelsstreit zwischen China und den USA gehöre der Brexit zu den wichtigsten Gründen für die wirtschaftliche Schwäche in der EU und Großbritannien. Schließlich müssten nicht nur die Unternehmen auf der Insel mit der Unsicherheit leben. Die Entwicklung des Britischen Pfund hänge ebenfalls stark von der Nachrichtenlage rund um den Brexit ab. Nach dem EU-Mitgliedschaftsreferendum im Juni 2016 habe der Euro gegenüber dem Pfund deutlich aufgewertet. Allerdings habe die EUR/GBP-Kursrally lediglich bis zum Jahresende 2016 angehalten. In den vergangenen Jahren habe sich eher eine Seitwärtsbewegung zwischen etwa 0,85 und 0,90 GBP gezeigt. Zuletzt sei sogar der Euro deutlich unter Druck geraten.


Im Vergleich zum Britischen Pfund dürfte die Aussicht auf das Verhindern eines No-Deal-Brexit eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Konservative Partei von Premierminister Boris Johnson könne auf eine klare Mehrheit hoffen, sodass sie leichter ein Brexit-Abkommen im Parlament verabschieden könnte. Gleichzeitig sei die Geschichte des fallenden EUR/GBP-Kurses auch eine Geschichte eines schwächeren Euro. Die europäische Gemeinschaftswährung habe sich zuletzt auch im Vergleich zum US-Dollar schwächer gezeigt.

Mario Draghi habe kurz vor seinem Abgang als Chef der EZB die Geldpolitik noch einmal gelockert, indem er ein neues Anleihenkaufprogramm aufgelegt und den Einlagenzinssatz weiter in den negativen Bereich getrieben habe. Auch unter der neuen EZB-Chefin Christine Lagarde sei eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Dafür spreche die niedrige Inflation. Im Oktober habe die Euroland-Inflation gerade einmal bei 0,7 Prozent gelegen. Dies sei der niedrigste Wert seit November 2016. Zudem würden sich mit dem Brexit und dem chinesisch-amerikanischen Handelsstreit Unsicherheiten bieten, denen auch die europäischen Währungshüter Rechnung tragen müssten.

Darüber hinaus mache sich die Konjunkturabkühlung in Europa bemerkbar. Am 7. November habe die EU-Kommission die BIP-Wachstumsziele für die Eurozone und die gesamte EU für dieses Jahr und die beiden kommenden Jahre gesenkt. Zwar befinde sich die britische Konjunktur alles andere als in einem Zustand des Booms, allerdings habe die Statistikbehörde des Landes am 11. November einen Achtungserfolg vermelden können.

Mit einem BIP-Wachstum von 0,3 Prozent im dritten Quartal sei das Abrutschen in eine Rezession verhindert worden, nachdem die Wirtschaft im zweiten Quartal noch 0,2 Prozent geschrumpft sei. Auch dies dürfte zuletzt zu einer Erholung des Britischen Pfund gegenüber dem Euro geführt haben. Allerdings sei ein No-Deal-Brexit noch lange nicht vom Tisch. Diese positive Entwicklung könne sich schnell umkehren, wenn die Parlamentswahlen unklare Mehrheitsverhältnisse generieren sollten.

Spekulative Anleger, die steigende Eurokurse im Vergleich zum Britischen Pfund erwarten würden, könnten mit einem WAVE Unlimited Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 6,88, die Barriere bei 0,7317 GBP. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE Unlimited Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,54, Barriere bei 1,0973 GBP) auf fallende EUR/GBP-Kurse setzen. (Stand vom 19.11.2019) (21.11.2019/oc/a/w)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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