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Mini Future Long auf RWE: 110-Prozent-Chance - Optionsscheineanalyse


27.12.2018
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Mini Future Long (ISIN DE000MF41JB2/ WKN MF41JB) von Morgan Stanley auf die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) vor.

Versorger RWE möchte alle Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln. Über das Vorhaben sollten die Aktionäre auf der nächsten Hauptversammlung am 3. Mai 2019 und der unmittelbar im Anschluss daran stattfindenden gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre entscheiden. Der Tausch solle zwangsweise im Verhältnis eins zu eins und ohne Zuzahlung erfolgen, habe das Unternehmen bekannt gegeben. Insgesamt liege das Grundkapital von RWE bei 1,57 Milliarden Euro, wobei 575,7 Millionen Stämme nur 39 Millionen Vorzügen gegenüberstünden.

Die Meldung habe die RWE-Vorzüge um satte 18 Prozent haussieren lassen. Auch eine andere Meldung habe zuletzt für Fantasie bei den Versorgern gesorgt. Die deutsche Energiewirtschaft habe von der Bundesregierung gefordert, den Überschuss im Bund in eine Rücklage zum Ausstieg aus der Kohleverstromung zu stecken. Somit solle nach dem Willen des Verbandes der Strukturwandel in den Braunkohlerevieren, die Entschädigung der Kraftwerkseigner und eine Kompensation für die energieintensive Industrie beim Anstieg der Strompreise finanziert werden.

Das zu Ende gehende Jahr werde der Bund voraussichtlich mit einem Plus von mehr als 10 Milliarden Euro abschließen. In der Kohlekommission werde derzeit darüber beraten, wie schnell Deutschland aus der Stromerzeugung mit Kohle aussteigen könne. Denn bei der Verfeuerung des Brennstoffs werde schließlich besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt. Um die Lücke zu den deutschen Klimazielen zu verkleinern, sollten bis 2022 nun Kohlekraftwerke mit einer Leistung von mehreren Gigawatt stillgelegt werden.


Stromkonzerne wie RWE bestünden allerdings auf Entschädigungen, sollten ihre Anlagen vorzeitig abgeschaltet werden. Für die Zukunft stelle sich der Konzern bereits heute auf. Durch die Neuordnung der deutschen Energiebranche werde die RWE-Grünstromtochter Innogy zerschlagen und zwischen RWE und E.ON aufgeteilt. Die erneuerbaren Energien fänden sich dann wieder bei RWE und würden darüber hinaus um das Ökostrom-Segment von E.ON ergänzt. Im März hätten sich E.ON mit RWE auf diese Aufteilung geeinigt.

Die Mehrheit der Analysten habe sich zuletzt positiv zur RWE-Aktie geäußert. Jefferies habe seine Bewertung als Kauf mit einem Ziel von 24,60 Euro bestätigt. Kurzfristig könnten mögliche staatliche Kompensationen für den Versorger im Fokus der Anleger stehen, habe der zuständige Analyst sein Votum begründet. Auch Bernstein Research habe seine Einstufung trotz der abgesagten Vertriebsfusion zwischen dem britischen Versorger SSE und Innogy auf "outperform" mit einem Kursziel von 24,50 Euro belassen. Das höchste Kursziel habe die Nord LB mit 27 Euro genannt.

Auch aus technischer Sicht befinde sich die Aktie derzeit in guter Verfassung. Seit Ende November würden die Notierungen einen Aufwärtstrend beschreiten, der aktuell zwischen 18,80 und 20,70 Euro beschrieben werden könne. Dabei hätten sie ein Hoch bei 19,77 Euro erreicht und zuletzt trotz des nachlassenden Gesamtmarktes die Unterseite des Trendkanals bestätigt. Ein weiterer Anstieg könnte über die bisherigen Jahreshochs bis 22,50 Euro hinaus bis den zuletzt Anfang 2015 erreichten Bereich um 25 Euro führen.

Mit einem Mini Future Long könnten risikofreudige Anleger, die von einer steigenden RWE-Aktie ausgehen würden, überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere betrage 23,0 Prozent. Der Einstieg in die spekulative Idee biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an und könnte im Basiswert bei 17,90 Euro platziert werden. Im Mini Future Long ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 3,93 Euro. Ein Ziel nach oben könnte sich auf weitere Sicht um 24,50 Euro befinden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee betrage 5,2 zu 1. (27.12.2018/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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